Ein Drittel der Geflüchteten leider unter Einsamkeit
27 Prozent der Geflüchteten in Deutschland geben an, sich oft oder sehr oft einsam zu fühlen. Bei ihnen sind außerdem Persönlichkeitsmerkmale wie Angst ausgeprägter als bei anderen Geflüchteten.
Eine Auswertung der Studiendaten ergab, dass die Betroffenen zum Großteil in gemeinsam genutzten Unterkünften wohnen und sich weniger willkommen fühlen als diejenigen, die keine Einsamkeit angeben. Weniger einsam ist in der Regel, wer zusammen mit Partner oder Partnerin und außerhalb einer Gemeinschaftsunterkunft lebt. Auch wer Beratungsangebote oder Sprachkurse in Anspruch nimmt, schildert seltener Gefühle von Einsamkeit.
Darüber hinaus spielen Erfahrungen auf dem Weg nach Deutschland eine Rolle: Haben Geflüchtete sexuelle Belästigung, körperliche Gewalt, Erpressung oder Haft erfahren, sind sie stärker von Einsamkeit betroffen.



