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Leben in Deutschland
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Kategorie / Gesundheit / Migrationsforschung

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  • Mehrgenerationenfamilie sitzt an einem Tisch

    Fluchtmigration und psychische Gesundheit der Menschen im Gastland

    Deutschland hat seit den 1990er Jahren zwei große Fluchtmigrationswellen erlebt, ausgelöst durch kriegerische Konflikte und humanitäre Krisen (1991–1993 und 2015–2016). Mit dem Zuzug vieler Asylsuchender nahmen gesellschaftliche Debatten zu, und kritische Einstellungen gegenüber Migration rückten stärker in den Fokus von Medien und Öffentlichkeit.

    Welche psychologischen Folgen hat diese öffentliche Präsenz des Themas? Können negative Einstellungen gegenüber Asylsuchenden als Stressoren wirken und die psychische Gesundheit der Bevölkerung beeinträchtigen? Einige Menschen berichten etwa von Sorgen um ihre wirtschaftliche Situation, Ängsten vor Jobverlust oder kulturellen Veränderungen.

    Auf den ersten Blick scheint ein solcher Zusammenhang naheliegend. Um jedoch die direkten psychologischen Folgen zu messen, untersuchten Forschende die mentale Gesundheit der Menschen in Bezug auf die geografische Nähe zu Asylsuchenden am Wohnort. Die Analyse basiert auf einer Kombination aus Umfragedaten, geografischen Informationen auf Kreisebene und Gesundheitsdaten von Krankenkassen.

    Das Ergebnis: Es finden sich bislang keine Hinweise darauf, dass sich die mentale Gesundheit der Bevölkerung durch die Nähe zu Asylsuchenden verändert. Die verstärkte Fluchtmigration löst demnach keine psychologischen Verschlechterungen im Gastland aus.

    Weitere Informationen

    Bharadwaj, Prashant, Daniel Graeber, Stephanie Khoury, Christian P.R. Schmid: Asylum seekers and host country mental health: Evidence from Germany and Switzerland,
    Journal of Development Economics, 178 (2026).
    …

    5. Januar 2026
    Gesundheit, Migrationsforschung
  • Ein glückliches Paar, das gemeinsam ein Haus einrichtet.

    Höhere Zufriedenheit durch Zusammenwohnen

    Wenn Menschen als Paar zusammenziehen, sind sie im ersten Jahr danach viel zufriedener. Das hat eine Auswertung der Studiendaten ergeben. Ab dem zweiten Jahr ist keine weitere Zunahme ihrer Zufriedenheit festzustellen – aber die Werte sind immer noch höher als vor dem Zusammenwohnen.

    Kurz- und mittelfristig macht Zusammenwohnen die Menschen also zufriedener. Keine Auswirkungen hat es dagegen bei Partnern, die bereits ein Jahr vor dem Zusammenziehen miteinander liiert waren. Eine höhere Zufriedenheit hatten diese bereits durch das Eingehen der Beziehung erreicht. Die Forschenden gehen davon aus, dass der zentrale emotionale Wendepunkt die Beziehung selbst ist und das gemeinsame Zusammenleben das Wohlbefinden lediglich weiter festigt.

    Weitere Informationen

    El-Awad, Usama, Robert Eves, Justin Hachenberger, Theresa M. Entringer, Robin Goodwin, Anu Realo, Sakari Lemola: Mapping Life Satisfaction Over the First Years of Cohabitation Among Former Singles Living Alone in UK and Germany. Journal of Personality (2025).…

    18. August 2025
    Familie, Gesundheit
  • Person hält Blutzuckermessgerät in den Händen

    Sozial schwächere Diabetiker*innen

    Daten der Studie „Leben in Deutschland“ belegen, dass nur 56 Prozent der Menschen mit Diabetes am Arbeitsleben teilnehmen. Bei Menschen ohne Diabetes sind es hingegen 82 Prozent. Zudem gehen Diabetiker*innen im Schnitt früher in Rente.

    Forschende untersuchten nun besonders die Lage von Menschen mit niedrigem sozioökonomischen Status, etwa mit niedrigem Bildungsstand oder geringer Beschäftigung und Einkommen. Das Ergebnis: Diese Menschen sind nicht nur statistisch häufiger von Diabetes betroffen, sondern sie sind auch darüber hinaus benachteiligt. Für Diabetiker*innen mit niedrigem sozioökonomischem Status bringt die Krankheit weitreichende finanzielle Nachteile mit sich, vor allem durch stärkere Kürzungen der Rentenansprüche und eine daraus möglicherweise folgende Altersarmut. Besonders bei Frauen führt die Erkrankung nachweislich zu einer stark verminderten Produktivität.

    Weitere Informationen

    Mackowiak, Malwina M., Ralph Brinks, Annika Hoyer, Ute Linnenkamp, Katharina Piedboeuf-Potyka, et. al. 2025. Socio-economic inequalities in the association between diabetes and labour force participation in Germany: A repeated cross-sectional study. GMS German Medical Science 23(04).

    Alle Ergebnisse in der Übersicht


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    30. Juni 2025
    Arbeitsmarkt, Gesundheit
  • Ein Mann, mit den Häden in den Taschen in einem Tunnel

    Ein Drittel der Geflüchteten leider unter Einsamkeit

    27 Prozent der Geflüchteten in Deutschland geben an, sich oft oder sehr oft einsam zu fühlen. Bei ihnen sind außerdem Persönlichkeitsmerkmale wie Angst ausgeprägter als bei anderen Geflüchteten.

    Eine Auswertung der Studiendaten ergab, dass die Betroffenen zum Großteil in gemeinsam genutzten Unterkünften wohnen und sich weniger willkommen fühlen als diejenigen, die keine Einsamkeit angeben. Weniger einsam ist in der Regel, wer zusammen mit Partner oder Partnerin und außerhalb einer Gemeinschaftsunterkunft lebt. Auch wer Beratungsangebote oder Sprachkurse in Anspruch nimmt, schildert seltener Gefühle von Einsamkeit.

    Darüber hinaus spielen Erfahrungen auf dem Weg nach Deutschland eine Rolle: Haben Geflüchtete sexuelle Belästigung, körperliche Gewalt, Erpressung oder Haft erfahren, sind sie stärker von Einsamkeit betroffen.

    Weitere Informationen

    Hajji, Rahim: Loneliness among refugees in Germany – On the significance of flight, host country conditions and personality traits. Journal of Public Health (2025).

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    1. April 2025
    Gesundheit, Migrationsforschung
  • Mann sitzt auf Bettkante und schaut auf sein Handy

    Facetten von Einsamkeit

    In den letzten Jahren ist das Thema Einsamkeit stärker in den Fokus von Politik und Gesellschaft gerückt. Auch wenn Einsamkeit selbst keine Krankheit ist, kann sie die Entstehung oder Verschlechterung verschiedener psychischer und physischer Erkrankungen verursachen. Einsamkeit wird daher zunehmend als gesamtgesellschaftliche Herausforderung gesehen.

    Wenn Forschende anhand von „Leben in Deutschland“ ermitteln, wie einsam die Menschen sind, betrachten sie drei subjektiv empfundene Facetten von Einsamkeit: Alleinsein, Isolation und Ausgeschlossenheit. Diese Facetten sind jedoch unterschiedlich ausgeprägt: So berichteten zuletzt 56 Prozent der Menschen, sich allein zu fühlen; nur 20 Prozent gaben Isolation und 28 Prozent Ausgeschlossenheit an.

    Forschende untersuchten nun, ob innerhalb Deutschlands regionale Unterschiede bestehen, was die Verbreitung der Einsamkeitsmerkmale angeht. Alleinsein, so der Befund, wird besonders stark von Menschen aus dem Westen und Süden Deutschlands berichtet. Übrigens ist Alleinsein ein Gefühl, das laut der Studie besonders stark von Frauen empfunden wird.

    Das höchste Risiko für Einsamkeit haben Männer mit niedrigem Einkommen. Solchen Auswertungen helfen, Einsamkeit effektiv zu bekämpfen, zum Beispiel indem Risikogruppen gezielt angesprochen und Ärzte und Gesundheitspersonal sensibilisiert werden.

    Weitere Informationen

    Theresa Entringer, Linda Kumrow, Barbara Stacherl: Einsamkeit in Deutschland: die gefährdetste Gruppe sind Menschen mit niedrigem Einkommen. DIW Wochenbericht 5 / 2025, S. 59-67.

    ZEIT Online: Menschen mit geringem Einkommen sind häufiger einsam

    Alle Ergebnisse in der Übersicht


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    29. Januar 2025
    Gesellschaft, Gesundheit
  • Frau mit Kopfhörern

    Podcast zum Thema Unsicherheit

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    16. Januar 2025
    Gesellschaft, Gesundheit
  • Depressionen: Davon hängt eine Diagnose ab

    Von welchen Faktoren hängt es ab, ob Menschen mit depressiver Symptomatik eine entsprechende Diagnose erhalten? Dies untersuchten Forschende mithilfe von Daten aus der Studie „Leben in Deutschland“.

    Sie stellen fest: Eine formale Diagnose zu bekommen ist wahrscheinlicher bei schlechterer körperlicher und mentaler Gesundheit, bei Frauen, im Alter und bei Vorhandensein von Neurosen oder Arbeitslosigkeit. Eine Erklärung ist, dass diese Gruppen – insbesondere Menschen mit bestehenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen – öfter zum Arzt gehen und daher auch öfter diagnostiziert werden. Anders verhält es sich bei Männern, Menschen mit guter körperlicher und seelischer Gesundheit oder solchen mit festen Berufsverhältnissen. Bei ihnen wird weniger häufig eine Depression diagnostiziert.

    Frauen, so die Forschenden, suchten nach dem Auftreten von Symptomen eher medizinische Hilfe auf als Männer. Dies liege an geschlechtsspezifischen Einstellungen zu psychischen Erkrankungen, durch die Frauen geprägt seien. Allerdings deuten einige Forschungsergebnisse auch darauf hin, dass Ärzte bei Frauen und anderen typischen Risikogruppen tendenziell eher Depressionen diagnostizieren als z.B. bei Männern.

    Weitere Informationen

    Stacherl, B., Entringer, T. M.: From feeling depressed to getting diagnosed: Determinants of a diagnosis of depression after experiencing symptoms. International Journal of Social Psychiatry. 2024;0(0).

    Alle Ergebnisse in der Übersicht


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    26. Dezember 2024
    Gesundheit
  • Frau steht hinter Mann mit Rollstuhl

    Wie wirkt sich eine Pflegetätigkeit auf das eigene Wohlbefinden aus?

    Informelle Pflegetätigkeit wirkt sich negativ auf das Wohlbefinden aus. Je länger und je mehr Stunden in die Pflegetätigkeit investiert wird, desto stärker sind die negativen Folgen – besonders bei Frauen. Das zeigt eine Untersuchung möglicher Veränderungen nach dem Beginn der Pflege sowie währenddessen. Befragungen von Pflegenden aus drei Ländern (Deutschland, Niederlande und Australien) zeigen, dass die Annahme einer Pflegerolle grundsätzlich negative mentale und psychosoziale Folgen hat. Besonders stark sind diese Folgen in den ersten zwei Jahren nach Pflegebeginn. In dieser Zeit könnten stressmindernde Maßnahmen eingesetzt werden, um das Wohlbefinden der Pflegenden zu steigern.

    Je länger die Pflegetätigkeit dauert, desto schlechter bewerten die Befragten ihre Lebenszufriedenheit. Bei Frauen sind die Auswirkungen stärker ausgeprägt als bei Männern. Bei beiden Geschlechtern sinkt das eigene Wohlergehen, je mehr Stunden sie für die informelle Pflegetätigkeit aufwenden.

    Weitere Informationen

    Krämer, Michael D., Wiebke Bleidorn: The Well-Being Costs of Informal Caregiving, SOEPpapers on Multidisciplinary Panel Data Research at DIW Berlin ; 1214

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    10. Dezember 2024
    Gesellschaft, Gesundheit
  • Frau mit Katheter liegt im Krankenhausbett

    Gesundheitliche Ungleichheit

    Wie schätzen die Menschen in Deutschland ihren allgemeinen Gesundheitszustand ein? Eine Untersuchung von Daten der Studie „Leben in Deutschland“ aus den vergangenen 20 Jahren zeigt: Menschen mit niedrigerem Einkommen geben häufiger an, einen weniger guten oder schlechten Gesundheitszustand zu haben. Forschende sehen hierin eine wachsende gesundheitliche Ungleichheit: Sozial schlechter gestellte Menschen haben geringere Chancen, eine gute Gesundheit zu erlangen und zu bewahren. Ebenso ist ihr Risiko höher, an Krankheiten zu leiden oder frühzeitig zu versterben.

    Weitere Informationen

    Jens Hoebel, Fabian Tetzlaff, Niels Michalski & Stephan Müters: Gesundheitliche Ungleichheit. In: Sozialbericht 2024. Ein Datenreport für Deutschland. Hrsg. von: Statistisches Bundesamt (Destatis), Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB), Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB), 2024. S. 314-319.

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    Foto von Stephen Andrews auf Unsplash

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    6. November 2024
    Gesellschaft, Gesundheit
  • Frau sitzt mit Tasse in der Hand und Kopfhörern zu Hause vor dem Computer

    Infektionsrisiko für alle Bevölkerungsgruppen mindern

    Forschende haben herausgefunden, dass sich Menschen mit sozio-ökonomischen Benachteiligungen häufiger mit dem Coronavirus angesteckt haben. Aber gilt dies auch, wenn sie im Homeoffice arbeiten? Der Forscher Markus M. Grabka und Kollegen vom Sozio-oekonomischen Panel (SOEP) analysierten hierzu Daten einer Befragung, die mit dem Robert Koch-Institut durchgeführt wurde. Sie vergleichen exemplarisch das Infektionsrisiko von Menschen in Deutschland mit niedrigerem und höherem Bildungsgrad, die zuhause arbeiten. Das Ergebnis: Im Homeoffice sinkt das Infektionsrisiko besonders stark für Menschen mit niedrigerem Bildungsgrad – laut den Forschenden eine wichtige Erkenntnis für die künftige Pandemievorsorge.

    Weitere Informationen

    Wachtler, B. / Beese, F. / Demirer, I. / Haller, S. / Pförtner, T.-K. / Wahrendorf, M. / Grabka, M.M. / Hoebel, J. (2024). Education and pandemic SARS-CoV-2 infections in the German working population – the mediating role of working from home. Scandinavian Journal of Work, Environment & Health. DOI: 10.5271/sjweh.4144

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    12. Februar 2024
    Corona-Pandemie, Gesundheit, Ungleichheit
  • Frau steht mit dem Rücken zur Kamera am Strand und hält einen Kaffee in der Hand

    Der Einsamkeit auf den Grund gehen

    Vor der Pandemie waren 14 Prozent der Bevölkerung zumindest manchmal einsam – im Jahr 2021 waren es bereits 42 Prozent. Vor der Corona-Pandemie betraf Einsamkeit vor allem Menschen über 75 Jahren sowie Frauen, Menschen mit niedrigem Einkommen und niedrigem Bildungsstatus, Menschen mit Migrationshintergrund und nicht Erwerbstätige. Im Zuge der Pandemie fühlten sich nun vermehrt jüngere Menschen und Paare mit Kindern einsam. Soziale Unterschiede wie zum Beispiel das Einkommen spielten weniger eine Rolle für die Erfahrung von Einsamkeit als zuvor.

    „Leben in Deutschland“ liefert die Daten für eine breit angelegte Initiative der Bundesregierung, die so genannte „Strategie gegen Einsamkeit“. Ziel der Strategie ist es, das Wissen über Einsamkeit zu vertiefen, aber auch für Vorbeugung und Linderung zu sorgen. Einsamkeit geht nämlich mit hohen gesundheitlichen Risiken einher: Hält sie über einen längeren Zeitraum an, begünstigt sie sowohl psychische als auch physische Erkrankungen. Sie sorgt für eine geringere Lebenszufriedenheit und ein geringeres allgemeines Wohlbefinden. Menschen, die unter Einsamkeit leiden, haben häufiger Depressionen, Schlafprobleme und ein höheres Risiko, an koronaren Herzerkrankungen, Schlaganfällen oder Herzinfarkten zu erkranken.

    Weitere Informationen

    Kompetenznetzwerk Einsamkeit: Epidemiologie von Einsamkeit in Deutschland (pdf)

    Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend: Wissen zu Einsamkeit vertiefen

    National Geographic: Die Vermessung der deutschen Einsamkeit

    Alle Ergebnisse in der Übersicht

    Image by Pexels from Pixabay…

    15. Dezember 2023
    Corona-Pandemie, Gesellschaft, Gesundheit
  • Drei Frauen stehen gemeinsam und lachen.

    Aufwärtstrend bei psychischer Gesundheit

    Zwischen 2002 und 2020 hat sich die psychische Gesundheit der Menschen in Deutschland grundsätzlich positiv entwickelt. Sie verbesserte sich ähnlich wie Deutschlands Wirtschaftsleistung, erlitt allerdings während der Finanzkrise 2009 und im ersten Coronajahr deutliche Einbrüche. Fürchten die Menschen den Verlust ihres Arbeitsplatzes oder eine Wirtschaftskrise, geht es ihnen nachweislich schlechter.

    Auch soziale Ungleichheiten spielen eine große Rolle: So war die psychische Gesundheit von Frauen durchweg schlechter als die von Männern. Akademikerinnen und Akademikern ging es besser als Menschen ohne Hochschulabschluss und Menschen ohne Migrationshintergrund etwas besser als solchen mit Migrationshintergrund.

    „Dies müssen Politiker und Politikerinnen stärker in ihren Entscheidungen berücksichtigen. Denn die Kosten schlechter psychischer Gesundheit sind enorm und werden weithin unterschätzt“, so Dr. Daniel Graeber, Studienautor vom Sozio-oekonomischen Panel (SOEP)

    Weitere Informationen

    DIW Berlin (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung): Soziale Ungleichheiten spiegeln sich in der psychischen Gesundheit

    DIE ZEIT: „Menschen überschätzen, wie glücklich Reichtum macht“ (Interview mit Daniel Graeber) (für Abonnentinnen und Abonnenten)

    Alle Ergebnisse in der Übersicht

    Foto von Priscilla Du Preez 🇨🇦 auf Unsplash …

    5. Oktober 2023
    Gesellschaft, Gesundheit
  • Menschen mit verschiedenen Hautfarben tragen eine Maske

    Migration und Covid-19

    Bis Ende Oktober 2021 hatten sich in Deutschland nachweislich über vier Millionen Men-schen mit Corona angesteckt. Um mögliche Unterschiede bei Infektionen und Impfungen zwischen Menschen mit und Menschen ohne Migrationserfahrung untersuchen zu können, wurde die Antikörper-Studie „Corona-Monitoring bundesweit“ (RKI-SOEP-2) durchgeführt. Alle Teilnehmenden der Befragung „Leben in Deutschland“ 2021 waren eingeladen, sich an der Antikörper-Studie zu beteiligen.

    Zum Zeitpunkt der Befragung im Oktober 2021 waren die meisten Menschen in Deutschland durch Impfungen und/oder Infektionen schon mindestens zwei Mal mit dem Spikeprotein des Corona-Virus in Berührung gekommen, waren also bereits grundimmunisiert. Dabei war der Anteil derjenigen, die bereits mindestens zweimal mit dem Virus in Berührung gekommen waren, bei den Personen ohne Migrationserfahrung höher als bei den Personen mit Migrationserfahrung (90 gegenüber 82 Prozent). Dieser Unterschied ist auf die höhere Impfquote bei Personen ohne Migrationserfahrung zurückzuführen. Hinzu kommt, dass Personen mit Migrationserfahrung bereits doppelt so häufig an Corona erkrankt waren als Personen ohne Migrationserfahrung (8 gegenüber 4 Prozent).

    Die beiden Forschenden Dr. Manuel Siegert (BAMF-FZ) und Laura Goßner (IAB) zeigen in ihrem Forschungsbericht, dass der Unterschied bei der Infektionshäufigkeit nicht auf die Migrationserfahrung an sich zurückzuführen ist, sondern auf die unterschiedlichen Lebensumstände, wie die Wohn-, berufliche und familiäre Situation. Deshalb empfehlen die Forschenden, beim Erlassen von Schutzmaßnahmen und Gesundheitskampagnen die jeweiligen Lebensumstände der zu schützenden Personengruppe zu berücksichtigen.

    Die RKI-SOEP-2-Studie wurde gemeinsam vom Robert Koch-Institut (RKI), dem Sozio-oekonomischen Panel (SOEP) am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin), dem Forschungszentrum des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF-FZ) und dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) durchgeführt.

    Weitere Informationen

    Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF): Studie zum Infektionsrisiko für COVID-19-Erkrankungen

    Alle Ergebnisse in der Übersicht

    …
    14. April 2023
    Corona-Pandemie, Gesundheit, Migrationsforschung
  • ältere Frau sitzt an der Heizung und überprüft eine Rechnung

    Gestiegene Energiepreise

    Fast 24 Milliarden Euro nimmt der Bund in die Hand, um die Belastungen der Bevölkerung durch die rasant gestiegenen Strom- und Gaspreise infolge des Ukrainekriegs auszugleichen. Dieses Geld wird unter anderem in höhere Sozialleistungen, eine Spritsteuersenkung und ein stark vergünstigtes ÖPNV-Monatsticket investiert. Doch gleichen diese Maßnahmen die höheren Ausgaben aus?

    Wie eine neue Auswertung der Studie „Leben in Deutschland zeigt“, belasten die deutlich gestiegenen Energiepreise insbesondere die ärmeren Haushalte erheblich. Bei den ärmsten zehn Prozent der Bevölkerung werden demnach die Kosten für Strom, Heizung und Sprit in den nächsten zwölf bis 18 Monaten 6,7 Prozent des Nettoeinkommens auffressen. 3,7 Prozent erhalten sie durch die staatlichen Hilfen zurück. Das ergibt ein Minus von immer noch drei Prozentpunkten.

    Bei den reichsten zehn Prozent liegt die Belastung durch die Energiepreise bei bloß zwei Prozent. Sie erhalten nur 0,7 Prozent vom Staat zurück – es bleibt also nur eine Belastung von 1,3 Prozentpunkten.

    „Es spricht einiges dafür, Besser- und Hochverdienende nicht zu entlasten und mittelfristig die Steuern auf sehr hohe Einkommen und Vermögen anzuheben“, findet der Ökonom Stefan Bach vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung, der diese Auswertung gemeinsam mit seinem Kollegen Jakob Knautz gemacht hat.

    Weitere Informationen

    DIW Berlin (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung): Hohe Energiepreise: Arme Haushalte trotz Entlastungspaketen am stärksten belastet

    Handelsblatt: Entlastungspakete der Bundesregierung für hohe Energiepreise: Es profitieren die Falschen

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    26. April 2022
    Einkommen und Vermögen, Gesellschaft, Gesundheit
  • Frau steht am Straßenrand und hält sich ihr Shirt vor die Nase

    Bessere Stadtluft

    In Umweltzonen dürfen nur schadstoffarme Fahrzeuge unterwegs sein. So wird für eine gute Luftqualität und damit auch die Gesundheit der Anwohnerinnen und Anwohner gesorgt. Und dennoch sinkt durch die Einführung solcher Zonen zunächst deren Lebenszufriedenheit. Das zeigt eine Analyse auf Basis der der Studie „Leben in Deutschland“.

    „Die Anwohnerinnen und Anwohner brauchen etwa vier bis fünf Jahre, um sich an die Umweltzonen zu gewöhnen“, sagt die DIW-Forscherin Nicole Wägner. Den Grund dafür sieht sie in den Lebensumständen. Denn Menschen, die wegen einer Umweltzone weniger mobil sind oder für den Kauf eines schadstoffarmen Autos tief in die Tasche greifen müssen, fällt es schwerer diese zu akzeptieren.

    Vor allem Menschen unter 65 Jahren und Dieselfahrer sind zunächst weniger zufrieden, wenn eine Umweltzone eingeführt wird. „Jüngere Menschen haben ein größeres Mobilitätsbedürfnis und müssen öfter mit dem Auto zur Arbeit fahren. Für Dieselfahrzeuge gelten in Umweltzonen strengere Standards als für Benziner“, erklärt Co-Autor Luis Sarmiento vom Mailänder Forschungsinstitut RFF-CMCC.

    Weitere Informationen

    DIW Berlin: Trotz besserer Luft: Umweltzonen verschlechtern temporär Lebenszufriedenheit der AnwohnerInnen

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    30. März 2022
    Gesellschaft, Gesundheit
  • Frau kümmern sich fürsorglich um einen älteren Herren mit Stock, sie stützt ihn und trägt seine Einkaufstasche

    Sechs Jahre früher pflegebedürftig

    Wer hart arbeitet und wenig verdient, ist oft früher auf Pflege angewiesen als andere. Neue Auswertungen der Studie „Leben in Deutschland“ zeigen, dass Menschen mit einem geringeren Einkommen ein im Vergleich höheres Pflegerisiko haben. Armutsgefährdete  Männer sind knapp sechs Jahre eher pflegebedürftig als Besserverdienende, bei den Frauen sind es rund dreieinhalb Jahre.

    Auch der Beruf spielt eine Rolle. Arbeiterinnen und Arbeiter werden durchschnittlich etwa vier Jahre früher pflegebedürftig als Beamtinnen und Beamte. Außerdem haben Männer und Frauen mit hohen beruflichen Belastungen durchschnittlich 4,7 beziehungsweise 2,7 weniger Lebensjahre, in denen sie ohne Pflege zurechtkommen.

    „In Deutschland sind nicht nur Einkommen und Lebenserwartung sozial ungleich verteilt, sondern auch das Pflegerisiko“, sagt DIW-Experte Peter Haan, der die Auswertung gemeinsam mit Kollegen aus dem SOEP gemacht hat.

    Weitere Informationen

    FAZ.net: Ärmere werden häufiger und früher pflegebedürftig

    DIW Berlin: Ärmere Menschen werden häufiger und früher pflegebedürftig als Besserverdienende

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    16. November 2021
    Arbeitsmarkt, Einkommen und Vermögen, Gesundheit
  • Mutter mit Mundschutz und Kleinkind in einer Trage

    Wie Vertrauen die Impfbereitschaft beeinflusst

    Viele haben diese Erfahrung schon selbst gemacht: Wenn Menschen einander vertrauen, verhalten sie sich auch in Krisensituationen kooperativ. Offenbar funktioniert dieser Mechanismus auch in der Corona-Pandemie, wie eine Auswertung unserer telefonischen Befragung zum „Leben in Deutschland in Zeiten des Coronavirus“ zeigt, bei der mehr als 12.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Langzeitstudie  „Leben in Deutschland“ mitgemacht haben. 

    Demnach ist das Vertrauen in andere in Zeiten der Pandemie in Deutschland sehr hoch und zwischen Februar 2020 und Juni 2021 sogar noch angestiegen. Gleichzeitig wird deutlich, wie wichtig dieses Vertrauen ist, damit die Corona-Pandemie überwunden werden kann. So sind vertrauensvolle Menschen eher bereit als andere, sich gegen das Virus impfen zu lassen als andere. Sie halten sich auch häufiger an Corona-Regeln wie „Abstand halten“, „Händewaschen“ oder „Alltagsmaske tragen“.


    Weitere Informationen

    DIW Berlin (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung): Corona-Pandemie: Vertrauensvolle Menschen sind eher zur Impfung bereit und halten sich eher an AHA-Regeln

    Alle Ergebnisse in der Übersicht

    Photo by Marcin Jozwiak on Unsplash

    …

    28. Juni 2021
    Corona-Pandemie, Gesellschaft, Gesundheit

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