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  • Frau kümmern sich fürsorglich um einen älteren Herren mit Stock, sie stützt ihn und trägt seine Einkaufstasche

    Sechs Jahre früher pflegebedürftig

    Wer hart arbeitet und wenig verdient, ist oft früher auf Pflege angewiesen als andere. Neue Auswertungen der Studie „Leben in Deutschland“ zeigen, dass Menschen mit einem geringeren Einkommen ein im Vergleich höheres Pflegerisiko haben. Armutsgefährdete  Männer sind knapp sechs Jahre eher pflegebedürftig als Besserverdienende, bei den Frauen sind es rund dreieinhalb Jahre.

    Auch der Beruf spielt eine Rolle. Arbeiterinnen und Arbeiter werden durchschnittlich etwa vier Jahre früher pflegebedürftig als Beamtinnen und Beamte. Außerdem haben Männer und Frauen mit hohen beruflichen Belastungen durchschnittlich 4,7 beziehungsweise 2,7 weniger Lebensjahre, in denen sie ohne Pflege zurechtkommen.

    „In Deutschland sind nicht nur Einkommen und Lebenserwartung sozial ungleich verteilt, sondern auch das Pflegerisiko“, sagt DIW-Experte Peter Haan, der die Auswertung gemeinsam mit Kollegen aus dem SOEP gemacht hat.

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    FAZ.net: Ärmere werden häufiger und früher pflegebedürftig

    DIW Berlin: Ärmere Menschen werden häufiger und früher pflegebedürftig als Besserverdienende

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  • Frau mit einer Schürze schiebt einen Wagen mit Handtüchern

    Mehr Lohn

    Die voraussichtlichen künftigen Koalitionäre in der Bundesregierung, SPD, Grüne und FDP, wollen den gesetzlichen Mindestlohn im ersten Regierungsjahr auf zwölf Euro brutto pro Stunde anheben. Davon könnten vor allem Frauen sowieMenschen, die im Einzelhandel, in der Gastronomie, im Gesundheitswesen oder in der Gebäudebetreuung arbeiten, profitieren. Das zeigt eine neue Auswertung der Studie „Leben in Deutschland“ sowie von Daten des Statistischen Bundesamts, die Forschende vom Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung durchgeführt haben.

    Demnach erhalten aktuell 7,3 Millionen Menschen in ihrem Hauptberuf und weitere 1,3 Millionen in einem Nebenjob weniger als 12 Euro Stundenlohn. Von diesen insgesamt 8,6 Millionen Personen, die von einer Anhebung des Mindestlohns profitieren würden, sind etwa zwei Drittel Frauen.

     

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    Frauen, Einzelhandel, Gastronomie: Wer besonders von der Anhebung des Mindestlohns profitieren würde

    Rund 8,6 Millionen Beschäftige verdienen aktuell weniger als 12 Euro in der Stunde – vor allem in Jobs ohne Tarifvertrag

     

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  • ältere Frau sitzt an mit einem Laptop an einem Tisch

    Arbeiten im Ruhestand

    Viele können es kaum erwarten. Andere denken gar nicht daran, mit der Arbeit aufzuhören. Und tatsächlich sind immer mehr Menschen nach Eintritt in die Rente weiter berufstätig. Während 2005 noch 3,3 Prozent der über 64-Jährigen arbeiteten, waren es 2019 bereits 7,8 Prozent.

    Aber liegt das wirklich an finanzieller Not, wie viele Menschen glauben? Holger Schäfer, Ökonom am Institut der deutschen Wirtschaft in Köln, kommt nach einer Auswertung von „Leben in Deutschland“ zu einem anderen Schluss. Denn würden Rentnerinnen und Rentner tatsächlich des Geldes wegen arbeiten gehen, müsste deren Rente besonders niedrig sein. Schäfers Auswertung zeigt jedoch, dass das nicht der Fall ist.

    Auch die Ergebnisse anderer Studien sprechen dafür, dass finanzielle Motive eher eine untergeordnete Rolle spielen. „Man konnte bereits feststellen,  dass der Spaß an Arbeit und der Kontakt zu anderen Menschen wichtiger sind als zusätzliches Geld“, sagt Holger Schäfer.

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    Einkommen: Arbeitende Rentner haben überdurchschnittlich viel Geld

    Warum Rentner arbeiten gehen

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    Foto von Anna Shvets von Pexels

  • Erzieherin sitzt im Flur einer Kita, sie schaut ins Leere

    Viel Arbeit, wenig Anerkennung

    Dass Erzieher und Erzieherinnen nicht nur für einzelne Familien, sondern für die gesamte Gesellschaft essenziell sind, darüber sind sich die meisten Menschen einig. Und dennoch arbeiten sie unter schwierigen Bedingungen.

    Wie eine neue Auswertung von Leben in Deutschland zeigt, fühlen sich 80 Prozent der Erzieherinnen und Erzieher unterbezahlt Aber nicht nur die als zu niedrig empfundene Summe auf dem Gehaltszettel belastet sie. Etwa 75 Prozent macht auch häufiger Zeitdruck und Mehrarbeit zu schaffen. Ebenso viele schätzen ihre Aufstiegschancen als schlecht ein. Darüber hinaus beklagen rund 70 Prozent eine fehlende Anerkennung durch ihre Vorgesetzten.

    „Während der Corona-Pandemie haben die Belastungen für Erzieherinnen womöglich noch weiter zugenommen“, sagt die DIW-Bildungsexpertin Katharina Spieß, die die Studie gemeinsam mit ihrer Kollegin Ludovica Gambaro durchgeführt hat. Da im Laufe der Pandemie immer mehr Eltern ihre Kinder in die Kita-Notbetreuung geben konnten, hätten viele Erzieher und Erzieherinnen nicht wesentlich weniger Kinder betreut, als in normalen Zeiten. Zusätzlich mussten sie sich aber auch um die Einhaltung der Hygieneregeln kümmern. Als Belastung kam dabei auch die Sorge um die eigene Gesundheit hinzu.


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    RND: 80 Prozent der Erzieherinnen finden ihr Gehalt zu gering

    DIW Berlin: Acht von zehn Erzieherinnen in Deutschland fühlen sich durch unangemessenes Gehalt belastet

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  • Joggerin am Strand

    Geringere Arbeitszeiten gewünscht

    Die Menschen in Deutschland wünschen sich immer kürzere Arbeitszeiten, auch wenn sie dann weniger verdienen würden. Männer möchten im Durchschnitt am liebsten nur noch 36 Stunden arbeiten. Im Jahr 2007 hatten sie sich noch eine Arbeitszeit von 39 Stunden gewünscht. Auch Frauen wollen immer weniger Stunden arbeiten. Zuletzt waren es 29,5 Stunden pro Woche.

    Vergleicht man die Arbeitszeitwünsche von Männern und Frauen. fällt auf, dass sich diese zunehmend angleichen. Im Jahr 2000 wollten Frauen noch neun Stunden weniger arbeiten als Männer, jetzt sind es nur noch sechseinhalb.

    In den frühen Nullerjahren waren die Arbeitszeitwünsche noch gestiegen. Das änderte sich jedoch, nachdem das Land die große Arbeitslosigkeit überwunden hatte. Das zeigt eine Auswertung von „Leben in Deutschland“, die die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung veröffentlicht hat.


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    Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung: Deutsche wollen immer weniger arbeiten

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  • Mann in einem geschlossenen Restaurant hinter einer Glasscheibe

    Minijobber sind Verlierer der Corona-Krise

    In der Corona-Krise gehören die Menschen in Minijobs zu den größten Verlierern und Verliererinnen. Im Juni 2020 etwa ist die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten lediglich um 0,2 Prozent gesunken. Im selben Zeitraum verschwanden zwölf Prozent der Minijobs. Besonders hart traf es die Frauen. Das zeigt eine Auswertung von „Leben in Deutschland“, über die Spiegel online berichtet hat. „Eine Reform der Minijobs ist längst überfällig“, findet Studienautor Markus Grabka, der zum Team der SOEP-Forschenden am DIW Berlin gehört.

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    Der Spiegel: Minijobberinnen in der Pandemie, Von 450 Euro auf null

    DIW Berlin: Beschäftige in Minijobs sind VerliererInnen der coronabedingten Rezession

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