Wohnfläche: Unterschiede zwischen den Generationen
Seit mehreren Jahrzehnten steigt die Wohnfläche pro Kopf in Deutschland ungebrochen an. Je später das Geburtsjahr eines Menschen, desto größer ist die Wohnfläche, die ihm zur Verfügung steht. Im Jahr 1990 Geborene leben zum Beispiel auf durchschnittlich 10 Prozent mehr Wohnfläche als 1970 Geborene vor 20 Jahren, als sie gleich alt waren.
Das liegt nicht daran, dass die Menschen über ein höheres Vermögen verfügen. Vielmehr sind die Erwartungen an die Größe der eigenen Wohnfläche gestiegen. Gleichzeitig geben Menschen über 61 Jahren vermehrt an, ihre Wohnfläche sei zu groß. Dies zeigen die Daten seit Mitte der 2000er Jahre aus der Studie „Leben in Deutschland“.
Fraglich ist, ob die Gesellschaft den gestiegenen Erwartungen gerecht werden kann. Handelt es sich um einen „Überkonsum“ von Lebensraum, könnten Maßnahmen zur Regulierung helfen. Denn insbesondere Haushalte mit niedrigen Einkommen leiden unter den erheblich gestiegenen Kosten für Wohnraum. Eine Umkehr des Trends zu mehr Wohnfläche könnte die Lage entspannen.



