Regulierung ja, Verbot nein

Australien hat im Jahr 2025 als erstes Land ein Gesetz verabschiedet, das unter 16-Jährigen den Zugang zu sozialen Medien verbietet. Auch hierzulande wird über mögliche Altersgrenzen diskutiert. „Leben in Deutschland“ nahm dies zum Anlass, eine Kurzbefragung zum Thema durchzuführen.

Das Ergebnis: Eine große Mehrheit (90 Prozent) sieht soziale Medien als Risiko, doch ein erheblicher Teil erkennt auch Chancen. Letztlich kann mehr als die Hälfte der Befragten sogar beidem zustimmen. Die meisten unterstützen Verbote für Kinder unter zwölf Jahren sowie in der Schule, während 71 Prozent der Menschen ein Verbot bis zum Alter von 16 Jahren wie in Australien ablehnen.

Eine wissenschaftliche Expertenkommission hatte im Jahr 2025 darauf hingewiesen, dass Kinder und Jugendliche hierzulande durch den Konsum sozialer Medien erheblichen Risiken für Gesundheit, Wohlbefinden und Entwicklung ausgesetzt sind. Aktuell erarbeitet eine Kommission des Familienministeriums Empfehlungen für eine gesetzliche Regelung in Deutschland.

Weitere Informationen

Jörg Dollmann, Christian Hunkler, Nicolas Legewie, Julian B. Axenfeld, Andreas Franken und Felix von Heusinger: Soziale Medien: Bevölkerung befürwortet Regulierung – Altersverbot aber nur bis zwölf Jahre mehrheitsfähig, DIW-Wochenbericht 10/2026

Zeit online: „Die Mehrheit der Deutschen ist gegen ein Social-Media-Verbot unter 16“ (04.03.2026)

Münchener Merkur: „Social-Media-Verbot: Mehrheit lehnt Pläne von Merz-Regierung ab“ (04.03.2026)

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